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Die Geschichte des Friedenslichts
„Weihnachtstag des Jahres 1988 klopfte eine ältere, gehbehinderte
Dame an die Türe ...“
Bertl Grünwald

Im Jahr 1986 im Rahmen der Weihnachtsaktion "Licht ins Dunkel", welche die größte derartige Hilfsaktion darstellt, sollte den vielen Spendern als kleines Dankeschön für Ihre uneigennützige Hilfe, ein Friedenssymbol in Form einer kleinen Flamme aus der Geburtskirche von Jesus Christus in Bethlehem mitgegeben werden. Die Aktion der Verteilung des Friedenslichts gründete der österreichische Rundfunk in Linz. Das Friedenslicht erinnert uns daran, dass bei der Geburt Jesus den Menschen guten Willens der Friede verkündet wurde. Durch die Weitergabe des Friedenslichtes verwirklichen wir den Auftrag der weihnachtlichen Friedensbotschaft. Das Friedenslicht wird von einem österreichischen Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und mit einem Flugzeug unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen nach Österreich gebracht. Durch die österreichischen Bundesbahnen wird jeweils das Friedenslicht am 24.Dezember auf alle Städte in Österreich verteilt.

Beginn der Lichtverteilung durch die Pfadfinderinnen
Am Weihnachtstag des Jahres 1988 klopfte eine ältere, gehbehinderte Dame an die Türe von Bertl Grünwald, einem Pfadfinder in Wien, an. Seine persönlichen Kontakte mit dieser Frau waren bis dahin hauptsächlich auf das Grüßen im Flur oder einige kurze Gespräche beschränkt. Deswegen war ihr Besuch so überrascht: "Sie sind doch ein Pfadfinder und ich habe mir soeben das "Friedenslicht aus Bethlehem" vom Bahnhof geholt. Ich nehme an, dass dies für Sie auch große  Bedeutung hat: „Wenn Sie wollen, kann ich mit Ihnen es teilen?" Natürlich wollte er. Ein Jahr verging, das Erlebnis zu Weihnachten war schon wieder in Vergessenheit geraten, als anlässlich einer Kolonnenversammlung der Pfadfindergruppen des 3.Wiener Bezirkes Programmvorschläge für eine Weihnachtsaktion zu erarbeiten waren. Damals waren O. Posch und B. Grünwald Kurat von dieser Gruppe. Sie brachten die Nahverteilung des Friedenslichtes aus Bethlehem zu unterstützen in Vorschlag. Man wurde das mit großer Begeisterung aufgenommen. Noch im gleichen Jahr schloss sich ein Großteil der über 70 Pfadfinderinnen in Wien, wie auch in ganz Österreich dieser Weihnachtsaktion an. In den ersten Jahren waren die Wiener Pfadfinder/innen bei der Lichtverteilung federführend, übernahm im weiteren Verlauf der Aktion der Bundesverband der Österreichischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen die Unterstützung  für die Organisation der Lichtverteilung.

 Bertl Grünwald berichtet:

Jahr 1989
Rechtzeitig erinnerten wir uns 1989 der polnischen, tschechischen und ungarischen Pfadfindergruppen, die in Wien ihre eigene Tätigkeit leiteten. 1989 war ein Schicksalsjahr, eine "Jahrhundert-Chance" in Europa. In diesem Jahr geschah der Aufbruch im Osten Europas! Wir konnten diese einmalige Gelegenheit und dieses "Geschenk" vom Schicksal voll ausnützen. Wir schafften das Friedenslicht  unsere Freunde nach Budapest, Prag und Krakau zu bringen. So verteilten ungarische Pfadfinder das Friedenslicht in Rumänien. Das Licht aus Bethlehem brannte auch im umkämpften Temesvar! Bis in diesem Jahr waren in allen Ländern des kommunistischen Machtbereiches die freie Religionsausübung und auch die Ausübung nach den Regeln des Weltverbandes verboten. Nachdem  hallnationalen Volksaufbruch schlossen sich in den Ländern der früheren  Sowjet Union 100.000e Buben und Mädchen in Neugegründeten Pfadfindergruppen und Verbänden zusammen.

Jahr 1990
Flächendeckende Verteilung des Friedenslichtes in Ungarn. Pfadfinder aus Bratislava organisieren eine landesweite Lichtverteilung mit Hilfe eines festlich geschmückten Dienstwagens der Bahn zunderreichen bereits 72(!) Städte und Ortschaften. Ein Pfadfinder aus Bratislava erwähnt: ... überall wurden Weihnachtslieder gesungen ... es war wunderbar zu beobachten, wie nach den schweren 40 Jahren,  sich die Menschen wieder zur Tradition des christlichen Humanismus der Liebe und des Friedens öffentlich bekennen konnten... In Polen erreicht das Friedenslicht Krakau, Kattowitz, Wroclaw (Breslau) und kommt bis nach Warschau. Tschechien: Ein Pfadfinder aus Bruno führt die Lichtverteilung mit der Zugsverbindungshilfe nach Prag  durch.

Jahr 1991
Slowenische Pfadfinderinnen aus Ljubljana übergeben das Friedenslicht an die kroatischen Pfadfinderinnen. Ungarische Pfadfinderinnen erreichen auch 32 Ortschaften in Rumänien. Eine Pfadfindergruppe aus Passau(Deutschland) verteilt erstmals das Friedenslicht.

Jahr 1992
Innsbrucker Pfadfinder bringen das Friedenslicht auf den Brenner zu den Südtiroler Pfadfinderinnen.  Diese beginnen mit der Lichtverteilung in ganz Südtirol. Ein Wiener Pfadfinder bringt das Friedenslicht zu seinen italienischen Freunden nach Bologna. Diese führen die Lichtverteilung in Bologna und Valenz durch. Slowenischen Pfadfinderinnen gelingt es das Friedenslicht mit Hilfe eines Transportes der Caritas nach Split, Mostar und sogar nach Sarajevo zu bringen. Durch Einschaltung der Pfadfinderzentrale in Warschau erfolgt die Lichtverteilung in ganz Polen. Ein Lichttransport erreicht erstmals das Kyjiv und Odessa in der Ukraine (Niemand weißt genau, zu welcher Pfadfinderverbandgruppe gehören diese ukrainischen Pfadfinderinnen. Es kann sein, dass die Plastuny sind).

Jahr 1993
Das Friedenslicht erreicht nach einer 40-stundigen Bahnfahrt mit dem Chopin-Express durch Bertl Grünwald Moskau. Von dort gelangt es weiter nach Smolensk und nach Kostroma. Russischen Jugendlichen gelingt ein Lichtweitertransport nach Wladiwostok. Durch Budapester Pfadfinderinnen "sieht" das Friedenslicht das Grenzgebiet der Karpaten-Unkraine, sowie Teile von Serbien Belgrad. In Kroatien gelingt den Pfadfinderinnen eine landesweite Lichtverteilung. Das Friedenslicht weitet sich erstmals auf Liechtenstein (Zürich). Luxemburger Pfadfinderinnen entschließen sich nach einer ersten Kontaktaufnahme spontan zur Teilnahme an der Lichtaktion. Von Polen geht das Friedenslicht erstmals nach Litauen und nach Lettland. Die Italiener erweitern auf dem ganzen Land (Parma, Triest). Wiener Pfadfinder nehmen das Friedenslicht nach Hamburg, Passau, Kassel und Hannover mit.

Jahr 1995
Das Licht erreicht über deutsche Altpfadfinder in Schweden und überschreitet die Grenze nach Holland und Frankreich durch Luxemburger Pfadfinderinnen. In Wien findet ein "Friedensgespräch" der Pfadfinder-Delegationen statt, welches mit einer „Friedensresolution“ abschließt.

Jahr 1996
Von Ungarn über Siebenbürgen findet das Licht seinen Weg nach Bukarest. Rumänische Pfadfinder aus Iasi kommen zur Lichtabholung nach Wien, um Friedenslicht von Wiener Pfadfinder zu nehmen. Italien macht eine landesweite Verteilung - Napoli, Rom, Milano, Walenzia, sowie und Hannover erreicht wird. Durch deutschen Pfadfinder erfolgt die Lichtverteilung bis Essen, Dortmund, Bremen und Hamburg. Erstmals wird Anheim in Holland und Orte in Dänemark erreicht, in Großbritannien - London, York, Cornwall. Edwin Grünberg fährt mit seinem alten Jeep bei minus 30 Grad Celsius über Minsk,  Brest, Smolensk nach Moskau, weiter nach Nyznij Nowgorod. Russische Pfadfinderinnen verlängern den Lichtweg in die Städte ca. 1200 km nordöstlich von Moskau oberhalb des Polarkreises!!!

Jahr 1997
Von England aus erreichte das Licht Wales, Schottland und Irland. Über Deutschland ging das Friedenslicht wieder nach Dänemark, Schweden und von dort nach Belgien und Holland. Eine besondere Leistung vollbrachten ungarische Lichtträger, die wiederum ganz Siebenbürgen "erleuchteten" und auch Grünbergsreise, welcher mit seinem Jeep mehr als 6800 km bis und in Russland zurücklegte, damit dort man auch Friedenslicht kriegt.

Jahr 1998
Lichtverteilung findet sich weitreichend die 10 Male durch die Pfadfinderinnen statt.  Zeitungsausschnitten, Radio, Fernsehen berichten über so wichtige DIJSTVO. In Deutschland wurde durch eine
großartige Aktion der Lichtverteilung in insgesamt 381 Städten (!) organisiert. In Italien beteiligten sich vier  Verbände die Verantwortung für die Gebiete des Landes zu übernehmen und brachten das Friedenslicht zu ihnen. In Südtirol organisierte man die Friedenslicht Aktion für Kinder in Not. Ebenso gab es flächendeckende Lichtverteilungen in Ungarn, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Polen, Luxemburg, Liechtenstein. Erweiterte Lichtpfade in Dänemark und Schweden, in Weißrussland, Ukraine, Litauen und zweimal überschritt das Friedenslicht durch die Pfadfinderinnen den Polarkreis (Finnland und Schweden…).Nicht zu vergessen die Lichtträger in England, Schottland, Wales und Irland, in Tschechien, Holland, Belgien und Rumänien. Insgesamt waren Pfadfinderinnen als Lichtträgerinnen in 22 europäischen Ländern unterwegs!

Jahr 1999
Erstmals erreichte das Friedenslicht zusätzlich zu den bereits genannten Destinationen Barcelona und Palermo. Eine fünfköpfige spanische Pfadfinderinnen-Delegation hatte eine winterliche Fahrt auf sich genommen, um das Friedenslicht in Wien entgegenzunehmen und ins katholische Spanien zu bringen. Eine italienische Delegation, die schon seit vielen Jahren den Weg nach Wien nicht scheut, organisierte unter der Leitung von Fabiano Mazzarella nicht nur die Lichtverteilung in ganz Italien sondern auch den "Sprung" hinüber nach Sizilien. Erstmals konnten wir in diesem Jahr eine Lichtdelegation aus Belgien in Wien begrüßen. Ein besonderes Ereignis war die Lichtverteilung 1999 in Deutschland. Damaliges Jahr nannte man  den "Heiligen Jahres", darum wurde das Friedenslicht ausnahmsweise direkt aus Bethlehem nach Frankfurt geflogen und mittels Zusammenarbeit von deutscher Bischofskonferenz und den deutschen Jung - und Altpfadfinderverbänden in einem noch nie da gewesenen Maße in Deutschland verteilt werden. Nach groben Schätzungen waren 10.000 e Pfadfinderinnen mit dem Friedenslicht unterwegs und erreichten mehrere 100.000 Menschen und/oder Familien.. Aber mit diesen Angaben kann man den wichtigeren "geistigen Inhalt" dieser Aktion nicht gerecht werden. Zählt nicht ein Lächeln, ein dankbarer Blick, ein aufrichtiges "Dankeschön", eine herzliche Einladung, eine freundliche Geste nicht viel mehr, auch wenn die Mühen und Anstrengungen zum Teil übermenschlich waren! Entsprechen nicht gerade diese persönlichen Erlebnisse am besten der frohen Botschaft: ... und Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willen sind ... Im Namen aller Lichtträgerinnen - Pfadfinder und Pfadfinderinnen.  Bertl Grünwald. Wien. Österreich

Jahr 2001
Beim diesjährigen Treffen der internationalen, katholischen Pfadfinderverbände von Europa und dem Nahen Osten, welches diesmal in Warschau stattfand und stellte das Ziel die Licht-Verteilungswege und Entfernungen zu vergrößern. Dieses Jahr konnte das ORF-Friedenslicht in neue Gebiete zu noch nicht erreichten Menschen gebracht werden. Eine der Höhepunkte der Aktion 2001 war sicherlich der Transport des Lichtes mit einer Stafette von deutschen, englischen und amerikanischen Pfadfinderinnen von Wien über Paris, London und schlussendlich mit einem norwegischen Flugzeug einer Erdölfirma nach Maine (USA) und nach New York in die Grund Zero-Zone! Maßgeblich waren an der Organisation wieder Alfred Trovik und Mike Cortner beteiligt. Weitere schöne, neue Destinationen des Friedenslichtes 2001 waren Grönland (durch schwedische Pfadfindergilden), Sardinien (durch italienische Pfadfinderinnen) und Island (durch dänische Pfadfindergilden).

Jahr 2003
Die Pfadfinderinnen feiern die 15.Friedenslichtverteilung. Damit gelangte das ORF-Friedenslicht (oft jahrelang aber zumindest einmal) durch die Mithilfe der Pfadfinderinnen bereits in folgende Länder: Belarus (Weißrussland), Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Island, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Schottland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA! Der Start zu dieser Länderumfassenden Lichtaktion fand in der Wiener St. Stepphanskirche bei der ca. 1000 Pfadfinderinnen aus über 10 Ländern teilnahmen, statt. Uns gelang es zu dieser denkwürdigen Feier eine palästinensische Mädchen und eine Bubengruppe einzuladen - ein Zeichen für eine weltweite Jugendverbindung. Neue Lichtdestinationen waren 2003: Malta und Gibraltar. Eine besonders schwierige Lichtabholung hatten in diesem Jahr  russische Pfadfinderbrüder aus Nyzhny Nowgorod, 420 km nordöstlich von Moskau hinter sich. Bei Kälte, Eis vorbei an vielen Unfällen holten sie das Friedenslicht aus Weißrussland.

Jahr 2004
In diesem Jahr konnte mit der Hilfe Dr. Thomas Ertlthaler das Friedenslicht wieder nach New York zu den amerikanischen Pfadfindern bringen. Die ökumenische Lichtfeier fand wieder unter großer ausländischer Beteiligung in Wien statt. Erstmals war eine Pfadfinderin aus Afrika anwesend(!) Deutsche Lichtträgerinnen kamen wieder mit einer großen Gruppe nach Wien und deuteten an, dass sie beim Weltjugendtag in Köln das Friedenslicht dem Papst bringen möchten. Sandor Geyer wurde zu Aktion nach Wien eingeladen. Sandor, ein Lichtträger der ersten Stunde verteilte das Friedenslicht im tiefen Winter bei oft unglaublichen Straßenverhältnissen über 10 Jahre bei den ungarischen Minderheiten in Rumänien bis hinunter nach Bukarest und legte jährlich bis 500 km in seinem alten Wagen zurück. Deutsche Pfadfinderschwestern und Brüdern waren eingeladen am Marienfeld das Friedenslicht zum neuen deutschen Papst Benedikt XVI auf den Papsthügel zu bringen. Alle waren sehr überrascht von der Friedenslichtübergabe an Papst Benedikt XVI

Übersetzen: Mariya Deputatova, Oksana Dmytruk,
Pavlo Kulinec, Maryna Kryckalyuk